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Qualität – mit Leichtigkeit

Als es draussen noch kalt und dunkel war, so irgendwann Mitte Februar, gab es einen im wahren Wortsinn großen Auftrag: Im BMW-Werk Leipzig, exakter im CFK-Presswerk (wo die Carbon-Teile für die BMW-i produziert werden) sollte die Arbeit an einer solchen Presse ins rechte Licht gerückt werden.

Was dank der engagierten Mitarbeiter recht flott und ansehnlich gelang – Leichtigkeit ist in diesem Falle vielleicht nicht das richtige Wort. Eher routiniert und eingespielt? Egal: Schön groß und für alle in der Halle gut sichtbar über einem Tor in circa 5 Metern Breite ist das große Bild nun aufgehangen. Wie man sieht, passen sogar Gabelstapler drunter >>>

Walser XXL

Zufällig habe ich dieser Tage in der TAZ am Wochenende geblättert – und bin prompt über ein monochromes Werk aus meinen Archivbeständen (vertrieben durch Visum) gestoßen. Nicht gerade klein und einer der Hingucker der Ausgabe vom 21./22. März. Und zudem noch ein sehr witziges Interview. Da freute sich ganz kurz des Fotografens Herz, denn: So soll es sein!

Im Rahmen der Buchmesse hatte ich vor zwei Jahren den Großschriftsteller Martin Walser vor der Linse. Und weil das damalige Centraltheater so schrill orange illuminiert war, bat ich ihn, in diesm Teil des Foyers zu posieren. Was sich schließlich als nachhaltig erwiesen hat. Bittesehr:

Des Müllers Lust...

... ist nicht das Wandern! Sondern das Mahlen, klar! Volker Schäfer und sein Vater Ehrhardt betreiben in dritter Generation die Mühle Zeddenbach am Ufer der Unstrut bei Freyburg. Hier zerkleinern sie Weizen und Roggen zu feinen Mehlen, mit einer Anlage aus dem vorigen Jahrhundert. Der Strom für die Transmission kommt aus der Kraft des Wassers.

All das bietet Ausgangsstoff für schöne Fotos, auch wenn davon Anfang Februar anfangs nicht auszugehen war. Doch mit etwas Mehl in der Nase kam das Gemüt in Schwung und die Kollegen des STERN hatten schließlich die Qual der Wahl für ihren Aufmacher des Genuss-Teils im aktuellen Heft (Nr. 13/2015).


Erfolgsmodell

Im Januar gab's im Zusammenarbeit mit der BMW BKK und der Münchner Agentur Interone ein nettes Fotoshooting in der Lackieranlage bei BMW Leipzig. Dort haben wir unser Model, einen Mitarbeiter von BMW, fein herausgeputzt und alsdann ins rechte Licht gesetzt.
Nun sind große Plakate gedruckt, ob's gleich 160.000 waren, ist nicht bekannt! Danke an Nils Petersen für die Assistenz und Irene Reinhardt für den richtigen Lack im Gesicht des modelnden Herren ;-)
Und hier der Beweis:

Kugelradelrund

Gerade macht das Fotografenleben richtig Spaß! Für ein Berliner Magazin reise ich durch die Gegend. Im Gepäck: Weltkugeln aller Größen. Und Formen: Diese unten zum Beispiel dienten in Zürich als Staffage. Mit Helium befüllt in einem Fachgeschäft radelte ich mit einem geliehenen Velo durch die eiskalte Stadt, um sie alsdann als Requisite nutzen zu können. Zum Glück war's den Schweizer Schutzmännern wohl zu kalt, sonst hätt's bestimmt 'ne Strafe gegeben für Radln mit Ballonen am Lenker - wo kämen wir da hin.

Schade, dass ich keine Selfie-Stange habe, sonst hätte das ein prima Beweisbild ergeben. Vielleicht sollte ich mal investieren?

Ach ja: Die Ergebnisse aller kugelrunden Einsätze werden hier bald publiziert, aber noch isses nicht fertig!

Zürcher Leihradl.

Was für Schwärmer

Tausende Krähen am winterlichen Spätabendhimmel über good old Leipzig. Und der Mond schaut zu...

Schwarmintelligenz?

Adieu Joe

Im Dezember 2014 hat sich Joe Cocker vom Acker gemacht. Damals, Ende der 90er hatten Kameras noch Filme drin. Meine auch. Anbei drei Motive aus der Kiste von damals in Leipzig.

Adieu, Joe!

Bodos ärgster Gegner

Heute in der ZEIT gibt's ein schönes großes Bild, dem man nicht ansieht, dass es unter widrigen Bedingungen kurz unterm Nullpunkt gemacht wurde. Oder?

Protagonist war Mike Mohring, CDU-Fraktionschef im Thüringer Landtag  

Immer an der Wand lang

Herbst, Winter – wenn es draußen kalt und dunkel wird, kann man drinnen schön im Warmen flanieren - und Kunst gucken. In meinem Heimatort Tabarz im Thüringer Wald reifte vor über einem Jahr die Idee, in der dortigen Galerie Werke mit sprichwörtlich Tabarzer Wurzeln zu zeigen.

Und so entstand die Ausstellung "Nah und Fern", wo gleich vier Leute die Galerie Ringelnatz mit ihren Werken bestücken durften. Lustigerweise bleibt die Ausstellung damit quasi in der Familie – sind wir doch alle vier miteinander nah verwandt. Meinereiner repräsentiert die Fotografie, Teile der Serien "Die Fahrscheine bitte!", "Tabarzer Gesichter", "Albaniens Amazonen" und "Das tägliche Brot" werden gezeigt, zudem eine Reihe aktueller Porträts von Prominenten.

Christina Baumbach zeigt wundervoll-poetische Keramik, Isabell Kelnner macht herrlichen Schmuck und Günther Schiering beglückt Freunde und Verwandte schon seit Ende der 80er jählich mit einer Kaltnadelradierung aus der Thüringer Heimat. Ein buntes Pottpouri also, und für uns alle eine Remineszenz an die Heimat.

Der Brillenkatalog

Für den von mir geschätzen Brillenmacher Enzo Forciniti arbeite ich ja nun schon seit einiger Zeit. Aus fotografischem wie generellem Interesse an netter Handarbeit und interessanter Technologie. Generell irgendwie haben Brillen ja auch was mit Optik zu tun, genau wie die Fotografie...

Jedenfalls haben wir in den letzten Wochen eifrig an mehreren Bilderstrecken für seinen Imagekatalog gerackert. Nun ist er gedruckt und wird im Rahmen der Messe DESIGNERS OPEN an die Interessenten gebracht.

So sieht er nun aus:

Alpiner Herbst

Ab und zu muss man ja mal hoch hinaus – und ab und zu darf die Kamera dann auch mal mit, auch wenn die Freizeit eher im Vordergrund steht. Wie schön, dass es die Alpen gibt, da kann man sich richtig austoben.

Anbei ein paar Impressionen aus dem Stubaital und von den Drei Zinnen in den Dolomiten.

Wauz FAZ

Am letzten Sonntag im August war Landtagswahl in Sachsen – und Arbeitstag für manch einen Fotografen. Die Aufgabe aus der Fotoredaktion der FAZ lautete: Bitte machen Sie ein Bild in einem Wahllokal. Mit Hund.

Mit Hund? Ja, die FAZ illustriert jede Wahl seit einiger Zeit mit Hundebildern aus dem Wahllokal. Ich konnte die Aufgabe lösen, wie man sieht. Zur Belohnung gab's ein Titelbild, etwa 300.000 mal gedruckt.

Schee war's. Wuff!

Report aus der Gartenlaube

Das Magazin CICERO beschäftigt sich bekanntermaßen auf hohem Niveau mit politischer Kultur – im aktuellen Heft wurde im tiefen Erzgebirge der Frage nachgegangen, wie der AFD sich auf die sächsische Landtagswahlen vorbereitet.

Ich war dafür zwei Tage in Marienberg vor Ort und habe den Politik-Novizen dabei zugeschaut, wie sie aus der Gartenlaube ihres Vizechefs das politische Bild auf der Landkarte ändern wollen. Ob sie reinkommen und mit welchen Konsequenzen, steht dann am 31.8. fest. Ein paar Restbilder gibt es im Folgenden zu sehen, der Text von Gunnar Hinck lohnt zu lesen! Das Wetter...

Röskantes Manöver

Röskant nennt sich die kleine Manufaktur fast um die Ecke, von der ich seit ihrem Enstehen meine Kaffeebohnen beziehe. Ja, eigentlich starte ich allmorgendlich den Tag mit nem Käffchen von Meister Lehmann – das ist schon seit fast drei Jahren eine gute Tradition.

Zeit, nicht nur selbst zu genießen, sondern auch die Bohnenkäufer vor Ort mal an meiner Arbeit teilhaben zu lassen: Ab 12. Juli hängen auf der Röskant-Empore zwölf Motive aus dem ganz in der Nähe der Rösterei beginnenden (oder endenden) Citytunnel. Ich habe die Serie TUNNELBLICKE genannt.

Bin gespannt, wie die Resonanz im röskanten Terrain so sein wird! Über zahlreiche Schnupperkunden freut sich Meister Lehmann, und der geneigte Kaffeefreund koste ein leckeres Käffchen, das lohnt sich in jedem Fall! Meine Bildleins vielleicht auch. Hoch die Tassen!

EINLEUCHTEND - der Assistent im Bild

... Eine fast unendliche Geschichte! Gute Fotos brauchen Personal – und darum muss oft ein Assistent mit ans Set! Ein Assistent? Sagen wir DER Assistent. Er heisst Nils Petersen und ist die gute Seele rund um die Kamera. Immer früh auf den Beinen, immer an Ort und Stelle, immer helfend zur Hand. Insbesondere bei Porträtjobs darf er nicht fehlen, schließlich muss alles auf den Punkt stimmen, wenn der- oder diejenige, um den sich der Job dreht, abzulichten ist.

Ergo muss früher oder später der Herr Petersen ran und den Dummy spielen für die Leute, die nachher inszeniert werden. Einleuchten, Nils hinstellen, Ergebnis betrachten – dann wird es ernst. Was wäre das Einleuchten ohne Herrn Petersen? Dabei entstehen immer wieder nette Bilder vom doubelnden Assistenten. Eine Auswahl gibt es hier zu sehen! Die Reihe wird ab und zu ergänzt.

Seit 2016 auch ab und zu von Markus Kämmerer.

Leuchtet ein, oder?

DAMALS WAR'S ...

GELBE ZELLEN

Einst, als Junger Student, und als Fotos noch auf Film aufgenommen wurden, wohnte ich am Rande eines kleinen Parks. Dort standen, direkt gegenüber meines Fensters, zwei Telefonzellen. Telefonzelle? Ja, das war damals so eine Art stationäres Handy, man ging hinein, um anzurufen...


Tja, und ab und zu – der Student hat ja Zeit zum sehen und spähen – passierte in den beiden gelben Häuschen mal was, denn sie waren vergleichsweise belebt, zu allen Tages- und Nachtzeiten. Entstanden ist auf diese Weise folgende kleine Serie. Neulich wiederentdeckt. Nostalgisch, oder?

Über den Rand geschaut

Manchmal steckt der Teufel ja im Detail. Oder es passieren Dinge am Rande, die kaum wahrgenommen werden. Oder am Horizont taucht irgend etwas auf, das sich als MOTIV eignet.

Na, und dann drückt er ab, der Fotograf. Hier sind solche Motive. Wahllos im Vorübergehen geschossen. Nebenprodukte. Entdeckungen. Bittesehr!

 

Gerade gedruckt

Ein Interview mit der Modeexpertin Barbara Vinken füllte Anfang Mai eine Doppelseite in der TAZ. Dafür, dass die Bilder innerhalb nur weniger Minuten entstanden sind, gefallen sie mir doch sehr...

Sehsam öffne Dich!

Sehsam hat nichts mit orientalischem Gebäck zu tun, sondern mit guter Gestaltung. Jedenfalls in diesem Kontext. Gleich ein paar Straßen weiter südlicher von meinem Büro sitzen zwei nette Grafiker und machen sehr nette Grafik. Und da nett und nett sich gut gesellt, haben wir vor ein paar Wochen nette Fotos von Janine und Alexander in ihrem Büro gemacht.

Nun ist die neue Website online und alle sind glücklich. Man findet sie – wo wohl: unter www.sehsam.de

Und das ist sie wirklich, die Seite, und auch das, was die beiden machen.

Das Wetter.

Website Sehsam

Motor und auch Raum

Die große Autofabrik am Rande der Stadt hatte mal wieder gerufen. Und auch noch eine spannende Aufgabe zu Jahresbeginn: Ein neues Modell wird demnächst vorgestellt, erstmals mit quer eingebautem Motor. Dies sollte für Pressefotos für die Münchner Zentrale erledigt werden.

Und es hat geklappt! Wir haben den Diesel und den Benziner sprichwörtlich unter der Linse gehabt und doch recht passable Motorenbilder zustande bekommen, obgleich die Bedingungen nicht gerade für Fotozwecke geschaffen wurden. Mehr bald, wenn das Geheimnis kein Geheimnis mehr ist…

Und das ist es nun (18.2.2014): Hier kann man die schönen neuen Motoren samt Auto groß und in Farbe sehen!